Wir haben mit Johann, 10 Monate alt, letzten Freitag mit der Kur angefangen. Die erste Nacht war schlimm, danach ging es dann schon besser und nun schläft er die Nächte und auch am Tage recht gut. Besonders tagsüber ist er meist sauer wenn ich ihn dann wecke.
Ich mache mir nun doch etwas Sorgen.
Er gähnt und reibt sich die Augen, macht fast schon einen lethargischen Eindruck. Den ganzen Tag kriege ich kein Lächeln aus ihm raus, und spielen tut er auch nur ganz kurz wenn überhaupt.
Er hängt total in den Seilen.
Zudem hat er Verstopfung, er isst erst seit der Kur halbwegs regelmäßig feste Kost. Vorher hat er hin und wieder Brei gegessen und mal ein bißchen Brot.
Jetzt isst er mehr und trinkt tagsüber auch noch viel an der Brust. Vor der Kur ist er mehrfach in der Nacht aufgewacht und immer mit Stillen wieder eingeschlafen. Daher hat er wahrscheinlich dann tagsüber nicht besonders viel Hunger auf Brei gehabt. Nun isst er mehr, aber hat wohl ein Flüssigkeitsdefizit durch das Wegfallen der nächtlichen "Drinks". Er will so gut wie kein Wasser trinken, dreht immer den Kopf weg. Das müsste er aber doch mal begreifen.
Unter Weinen versucht er, Kaka zu machen und es guckt immer nur ein kleines Stückchen raus. Er ist schon ganz rot und auch ein bißchen offen um den Ausgang herum. Der Arme.
So langsam glaube ich, ich habe ihm mit der Kur keinen so großen Gefallen getan.
Ich wünsche mir, dass er wieder lacht und Spaß am Spielen hat. Und dass der Stuhlgang wieder besser funktioniert natürlich.
Er bekommt schon immer Pflaumenmus und Birnenbrei, etwas mit Wasser verdünnt.
In Annas Buch steht ja, dass wir eigentlich schon am dritten Tag mit einem veränderten, fröhlichen Kind rechnen können. Wir haben jetzt genau eine Woche hinter uns und mein Kleiner ist nur ein Schatten seiner selbst!
Kennt das noch jemand? Gibt es da Erfahrungswerte? Was kann ich tun? Soll ich ihn länger schlafen lassen? Er schläft von 19-7, von 9.15 bis 10.00 und von 13.30 bis 15.00 Uhr.
Danke im Voraus, liebe Grüße,
Marthy