ich habe einige Fragen zu unserem Schlafschema. Hierzu vorab einige Informationen:
Unser kleiner Schatz David ist nun 6,5 Monate alt. Wir haben die richtige Kur noch nicht durchgeführt, da ich zum einen das Buch noch nicht ganz zuende gelesen habe und zum anderen bereits durch die Einführung eines WIRKLICH regelmäßigen Tagesablaufes eine signifikante Veränderung eingetreten ist. Man muss vielleicht dazu sagen, dass wir schon von Geburt an eigentlich mit einem eher schlafbegabten Kind gesegnet waren. Wir haben ihn (ohne dass ich vorher von Anna Wahlgren gehört gehabt hätte) mit 10 Wochen in sein eigenes Zimmer ausquartiert, da ich neben ihm einfach überhaupt keinen Schlaf mehr gefunden habe. Außerdem haben wir ihn nie in den Schlaf getragen", sodass er auch problemlos in sein Bettchen gelegt werden kann und dann alleine einschläft Ich habe erst viel später erfahren, dass das der totale Luxus zu sein scheint. Zudem haben wir mit ca. 3 Monaten aufgehört, nachts zu füttern, was (mit Schnulli
Jetzt fragt man sich: Was will diese Frau?!?
Er schläft sehr unregelmäßig durch, manchmal klappt es ein paar Tage gut, dann sind wieder zwei völlige Horrorwochen dran, an deren Ende ich denke, dass ich einfach tot umfallen werden. Dann wacht er zwischen 19:30 und 07:00 ungefähr 20 Mal auf, lässt sich ohne Schnulli nicht beruhigen und brüllt herzzerreißend, wenn man ihm den verwehrt. In einer dieser Phasen, als mich mal wieder die vom Schlafentzug ausgelöste Verzweiflung übermannt hat, habe ich "Das Durchschlafbuch" entdeckt. Bevor ich anfange, wollte ich sein Schema erst mal 2 Wochen anwenden, um zu sehe, ob es passt, oder nicht. nach einer Veränderung sieht es jetzt so aus:
19:30 7:00 Nachtschlaf
7:00 7:15 Aufstehen / 1. Flasche
7:15 9:00 Spielen und Erledigungen
9:00 10:00 Schläfchen
10:00 10:15 2. Flasche
10:15 13:00 Spielen und Erledigungen
13:00 13:20 Mittagessen (Brei)
13:20 13:30 Kitzeln und kuscheln
13:30 15:30 Mittagsschlaf
15:30 16:15 Spielen und Erledigungen
16:15 16:30 Getreidebrei mit Obst
16:30 19:15 Spielen und Erledigungen
19:15 19:30 3. Flasche (mit Reisflocken) und Gute Nacht
Vorher hatte ich noch einen Nachmittagsschlaf eingeplant und der ganze Plan war ab 13.00 Uhr um eine halbe Stunde vorgelegt. Ich hatte dann aber das Gefühl, dass er um 19.30 einfach nicht müde genug ist. Außerdem, und das ist vielleicht ein egoistischer Grund, zerreißt es mir den ganzen Nachmittag.
Da David nicht so gut (und vor allem nicht mehr sonderlich lange) im Kinderwagen schläft, braucht er ein Bett oder eine Autofahrt. Mit der Einhaltung eines strengen Tagesablaufes, haben sich die Nächte enorm verbessert, die erste Woche hat er komplett durchgeschlafen und ich war sicher, ein Wundermittel gefunden zu haben. Leider ist es nicht ganz so gut geblieben. Jetzt wacht er aber seit einigen Nächten wieder auf, wir leiern, was das Zeug hält, aber scheinbar erfolglos... Wir legen ihn immer ohne Schnulli hin, oft klappt es, manchmal nicht. Wenn er dann nachts schreit, ist das die einzige Möglichkeit, ihn SOFORT wieder ins Reich der Träume zu befördern. Er ist eigentlich gar nicht richtig wach... Wenn ich dann leiere, passiert eigentlich gar nichts... er brüllt. Es irritiert mich halt, weil er ja auch schon wirklich einige Nächte durchgeschlafen hat, da verliert er das blöde Ding ja auch. Manchmal hat er ja auch die ganze Nacht keinen... Nun meine Fragen:
- Jammere ich evtl auf sehr hohem Niveau? Ich habe hier und im Buch schon so viele Geschichten gelesen, bei denen ich wirklich den Hut vor den Eltern ziehe, dass sie dass über so viele Monate durchgehalten haben.
- Ich würde gerne etwas tun, um ihm das "Wieder-Einschlafen" zu erleichtern. Ich weiß ja, dass er es kann... Sollte ich das Nachmittagsschläfchen vielleicht doch wieder einführen? Ich möchte eigentlich nicht seine Zu-Bett-geh-Zeit ändern, da ich selbst auch noch was von unserem Abend haben möchte und auch nicht gerne besonders lange wach bin. Außerdem kann ich es so, wenn er mal etwas älter ist, nach hinten schieben.
- ich habe das mit den 5-Minuten Schläfchen nicht ganz verstanden? Wenn wir im Auto sitzen, kann ich ein Tuch über seinen Sitz hängen, dann schläft er quasi postwendend ein. So ließe es sich steuern, ob er 5, 10, oder 30 Minuten schläft. Aber wenn ich daheim bin, kann ich ihn doch nicht 5 Minuten ins Bett legen? So lange braucht er ja, um einzuschlafen oft.
- jeden Mittwoch sind wir Teilnehmer eine Krabbelgruppe. Diese trifft sich immer von 09.30 bis 11.00. Theoretisch müsste er bis 10 schlafen. Kann ich an solchen Tagen evtl. 15 -30 Minuten vom Schema abweichen und alles, was folgt entsprechend auch um die gleiche Zeit nach vorne verlegen? Es wäre wirklich schade, wenn wir dort nicht mehr hin könnten...
- Muss ich Schnulli wirklich zu 100% abgewöhnen? Gestern habe ich erst mal beobachtet, wie er ihn sich griff und selbst in dem Mund steckte. (nachdem wir vorher eine halbe Stunde geleiert hatten und er, was wirklich suuuper selten passiert, einfach nicht schlafen konnte) Mit dem Ding im Mund war SOFORT Ruhe und er hat unglaubliche 11,5 Stunden geschlafen. Ohne Pause.
Ich weiß, es gibt hier im Forum (und ich höre es ja auch in der Krabbelgruppe) Mütter und Väter, die wirklich belasteter sind, als wir. Allerdings merke auch ich, dass ich es immer schlechter wegstecke. Wenn er mal 3 Tage wirklich gut schläft und dann wieder 2 nicht, dann hab ich regelrecht Angst vor der nächsten Nacht. Zudem ist er natürlich qietschfidel und die Tage werden immer anstrengender. Ich bin einfach sehr schnell aus der Bahn zu werfen mittlerweile... Kann ich noch irgendwas tun? Bevor ich die Kur beginne, möchte ich gerne die Rahmenbedingungen so geschaffen haben, dass ich nichts mehr verändern muss, weil ich auf der Hälfte der Strecke merke, das irgendwas unpraktikabel ist...
Ich hoffe, ich werde jetzt nicht ausgelacht, weil es bei uns verhältnismäßig "gar nicht so schlimm ist"...
Viele Grüße
Corinna und der (heute besonders ausgeschlafene) David