ich bin gerade mitten im Kurprozeß mit meiner 5 Monate alten Tochter. Die erste Nacht war dramatisch, danach wurde es immer besser. Gestern Nacht war die 5. Nacht und sie hat schon von 20 Uhr bis 4 Uhr durchgeschlafen. Dann war sie eine halbe Stunde wach, wo ich ihr nur kurz aus dem Bett die Leier zugerufen habe. Sie schlief dann wieder bis 5.45 Uhr. Dann war leider Ende mit Schlafen. Es scheint ihr insbesondere ab 6 Uhr sehr schwer zu fallen, wieder einzuschlafen. Ich überlege. ob sie dann schon so viel Hunger hat? Ich möchte allerdings ungern meinen Tag um 6, sondern eher um 7 Uhr beginnen...
Dann habe ich heute einen kleinen "Einbruch" erlitten. Sie wirkte die Tage nun schon sehr viel ausgeglichener und ich war richtig glücklich und stolz, dass es geklappt hat. Es war auch so ein tolles Gefühl, das man irgendwie eine Art Kommunikation mit dem kleinen Zwerg aufbauen konnte. Heute war ich allerdings auswärts, weil ich eine von weither angereiste Freundin treffen wollte - es gab leider auch keinen anderen Tag. Ich weiß, das man während der Kur aufregende Besuche etc. vermeiden soll...Blöd. Ich habe versucht, alles so zu machen, wie ich es auch zuhause gemacht hätte. Aber dann wachte sie früher auf...und so zog es sich dann hin, bis sie nur noch quengelig war, mehrmals wie am Spieß geschrieen hat - während ich noch versuchte, das Schema irgendwie aufrecht zu halten. Nun bin ich auch irgendwie wieder ziemlich oft beim Kinderwagen-Fahren, versuche es aber, lediglich nur maximal eine Minute zu machen.
Ich muss auch des Öfteren in Zukunft mal unterwegs sein und sie mitnehmen können. Ist es denn tatsächlich so, dass das KInd dann überall schlafen kann? Muss ich vielleicht jetzt nur während der Kurzeit ganz konsequent sein? Ich habe das Gefühl, dass ich heute tatsächlich wieder meine Unsicherheit gezeigt habe, indem ich sie früher hochgenommen habe, als sie schreiend aufwachte und ihr damit wieder die "Führung" auferlegt habe. Hat sie das vielleicht verunsichert und sie hat deswegen so geschrieen/war quengelig ?
Zudem weiß ich auch noch nicht den idealen Tageslan. Sie scheint mir am Morgen immer sehr müde zu sein. Ich habe den Plan aus dem Buch übernommen für 4 Monate alte Kinder. Sie schafft nach dem morgendliche Stillen um 7 Uhr es oft nicht ganz 1 1/2 Stunden wach zu sein, sondern schläft nach einer Stunde wieder ein. Dann wecke ich sie um 9.30. (= 2 Stunden Schlaf). Dann wieder Essen etc. alles nach dem Plan im Buch. Ich muss dann jeden Tag aus gesundheitlichen Gründen mich lange bewegen, daher gehe ich jeden Tag ca. 1 1/2 Stunden spazieren. Meist schläft sie da, kommt aber auch nicht auf ihre 1,5 Stunden Vormittagsschlaf. Ich weiß einfach nicht so recht, wie ich das Schema aufstellen soll. Sollte ich nicht auch gucken, wie und wann sie ihre Schlafbedürfnisse am Tag hat? Ist da nicht jedes KInd (zumindest was die Tageszeiten angeht) unterschiedlich?
Und: ist es denn wirklich möglich, das man mit dem Kind nach absolvierter Kur auch unterwegs sein kann und sie schläft dann da, wo man ist, ohne alles zusammenzuschreien? Ich habe auch Arzttermine und die bekomme ich nicht immer dann, wenn sie gerade wach ist, das heißt ich müsste sie während ihres Schlafes auch mal aus dem Auto in den Kinderagen etc. heben können.
Wie integriert man das alles in den Alltag, der ja doch Anforderungen hat? Und wie ist es dann in einiger Zeit im Kindergarten?
Ich bin wirklich begeistert, wegen des schon erzielten ERfolges. Aber das Schreien und die Quengelei heute haben mich doch verunsichert, ob und wie ich das richtig machen kann, damit der Prozeß auch weiter das Beste für sie bringt. Gerade ihre Aufmerksamkeit und gute Laune haben mich so erfreut!!
Vielleicht habt ihr ja Rat - sorry, das alles so unstrukturiert geschrieben ist; ich bin etwas müde
Danke!